Die Bäuche frieren nicht nur bei meinen schwangeren Freundinnen. Da habe ich mich daran erinnert, das ich vor ungefähr 10 Jahren schon einmal aus Wollstoff Stulpen und einen Rückenwärmer oder auch breiteren Gürtel zum Binden genäht habe.
Diesmal mit einer inneren Lage und hier für Euch die Anleitung zum Nachmachen. Der Gürtel ist ähnlich den japanischen Kimonogürteln auch Obi genannt, aber ohne Zwischenlage und aus einfachen Baumwoll- und Wollstoffen.
Bei der Kälte sind die noch ein schnell gemachtes Weihnachtsgeschenk, denn man benötigt auch nicht besonders viel Stoff.
Die Version für Schwangere ist 1,60 m lang und die normale 1,05 m, da er sich teilweise überlappt. Man kann auch den Bauchumfang messen + 2 mal 15 cm für die Enden, welche übereinander liegen.
Man benötigt folgendes:
32 cm Wollstoff für aussen
25 cm Baumwollstoff für innen
Einen 25 cm breiten Streifen vom Baumwollstoff und vom Wollstoff zuschneiden. Der Rest vom Wollstoff ist für die Gurte, also die 7 cm jeweils in der Länge halbieren, sodass 2 gleichgroße Enden sind.

Ich habe als Verzierung noch einen Kreis für ein YoYo zugeschnitten… die Anleitung gibt es dazu hier
Die längere Seite in der Mitte halbieren und die Rundung einzeichnen, 6 cm vom Stoffbruch und 15 cm von der Seite. Wenn man mehrere macht, kann man sich natürlich auch einen Schnitt für die Rundung anfertigen, aber so geht es auch.



Ich habe nur den Wollstoff zugeschnitten und schneide den dünneren Baumwollstoff erst nach dem Nähen ab, da Sie unterschiedlich elastisch sind und es so nicht so stark rutscht.

Die Stoffe rechts auf rechts legen und zusammenheften.


Für die Gurte die zugeschnittenen Streifen zusammenlegen und feststecken. Diese sind dann ca. 2,5 cm breit.



Links und rechts knappkantig absteppen.

Wollstoffe haben meist, wie ich finde schöne Webkante, welche ich ungern abschneide, sondern meist die Fransen so lasse. Die fertigen Gurte nun in die Enden des Gürtels mittig feststecken und nun alles ungefähr mit 1 cm Nahtzugabe nähen. Dabei eine 5 cm Wendeöffnung an der geraden Seite lassen.


Nun die Rundung an den Enden links und rechts abschneiden und den Stoff dort alle 2 cm einschneiden.


Durch die Wendeöffnung wenden.


Alles knappkantig rundherum absteppen und dabei die Öffnung schliessen.

Fertig… den Yoyo mit einer Sicherheitsnadel oder richtig fest befestigen und anziehen…



So das war der 4te am Wochenende den ich genäht habe und deswegen habe ich mal gleich eine Anleitung daraus gebastelt. Es macht Spaß und die Dinger peppen im Winter jedes Outfit auf und wärmen dazu noch besonders gut. Man kann auch gut Fleece oder Schurwollstoffe verwenden oder im Sommer dünnere Materialien verwenden. Die Japaner verwenden Seide und füttern extra noch mit Rosshaar, sodass die Obis extra stabil sind. Aber da sollen Sie ja auch den Kimono halten und in Form bringen.
Hier die Version für Schwangere, der Obi ist ca. 160 cm und die Bänder auch, so ist genug Platz für noch mehr Bauch.

Viel Spaß beim Nachnähen…